Vor einigen Wochen haben sich auf dem Platz „Am Sand“ in Wartenburg offenbar wieder einmal echte „Künstler“ ausgetobt – allerdings nicht mit Leinwand, Talent oder Sinn für Schönheit, sondern mit Schmierereien. Betroffen waren das Bushäuschen, das kleine Trafohäuschen daneben sowie mehrere kleine Unterverteiler der Telekom. Eine große Sauerei – und natürlich genau das, was man sich als Dorfgemeinschaft wünscht: zusätzliche Arbeit, unnötige Kosten und ein Ortsbild, das plötzlich wirkt, als hätte jemand seine Langeweile mit einer Spraydose bekämpfen müssen. Manchen geht es wirklich zu gut. Wer so viel Energie übrig hat, sollte sich vielleicht ein anderes Hobby suchen – ich wüsste da sogar ein paar sinnvolle Alternativen und könnte bei Bedarf auch unterstützende Angebote machen.
Umso schöner ist, was danach passiert ist: Drei Jugendliche aus Wartenburg haben sich spontan zusammengetan und gezeigt, dass es auch anders geht. Sie haben nachgefragt, eine Genehmigung eingeholt und dann nicht lange geredet, sondern gehandelt. Ausgerüstet mit Farbeimern, Pinseln und dem nötigen Material machten sie sich am vergangenen Wochenende daran, die Schmierereien zu überstreichen und die betroffenen Stellen wieder ordentlich herzurichten.
Mit viel Einsatz und sichtbarer Sorgfalt wurde gearbeitet – und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Der Platz „Am Sand“ wirkt wieder deutlich gepflegter, und die beschmierten Flächen sind verschwunden. Genau so stellt man sich Zusammenhalt im Dorf vor: nicht wegschauen, sondern anpacken.
Wir als Ortschaftsrat bedanken uns im Namen aller Wartenburgerinnen und Wartenburger herzlich für diesen tollen Einsatz. Es ist ein starkes Zeichen, dass sich Jugendliche für ihr Dorf einsetzen und Verantwortung übernehmen.
Jana Müller




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