Peter Graf Yorck von Wartenburg und der 20. Juli 1944

Jul 16, 2016

Er war der Ur-Urenkel des Generalfeldmarschalls Johann David Ludwig Graf Yorck von Wartenburg (1759 – 1830).
Wie die Generationen seiner Familie vor und nach ihm, trug er den Namenszusatz „von Wartenburg“.

Peter Graf Yorck wurde am 13.11.1904 auf dem Stammgut Klein-Oels geboren und am 08. 08.1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Die 100-Jahr-Gedenkfeier der Schlacht b6 ei Wartenburg, im Oktober 1913, besuchte er mit seinem 2 Jahre älteren Bruder Paul (1902 – 2002) und dem Vater Hans Ludwig David Paul Heinrich Graf Yorck von Wartenburg (1861 – 1923), der Majoratsherr auf dem Gut Klein-Oels war.


Auf dem Bild sehen wir den Vater in der Uniform der Husaren mit seinen beiden Söhnen in Wartenburg.

Nach Abitur, Studium der Rechtswissenschaften und Referendarzeit trat Peter von Yorck in den Staatsdienst ein.
Er weigerte sich, der NSDAP beizutreten. So kam er, trotz seiner anerkannten fachlichen Fähigkeiten, in der Diensthierarchie kaum voran.

1930 hatte er Marion Winter geheiratet, die Tochter des ehemaligen Generalverwaltungsdirektors der Königlichen Bühnen in Berlin.
Beide nahmen ab Ende 1939 an den Gesprächen des Kreisauer Kreises in Ihrer Wohnung in der Hortensienstraße 50 In Berlin-Lichterfelde teil.
Über den Freund Helmuth James Graf von Moltke hatte Peter von Yorck den Kontakt zu dieser Widerstandsgruppe aufgebaut.
Die Freunde entwarfen Pläne für ein demokratisches Nachkriegseuropa und beteiligten sich schließlich unter Gewissenskonflikten an dem Umsturzversuch.

Das Attentat am 20. Juli 1944 scheiterte bekanntlich, und Peter Graf Yorck von Wartenburg wurde als „Verschwörer“ vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt.
Am 08. August 1944 wurde er in der Hinrichtungsstätte Plötzensee erhängt.

Eine Tafel an der Fassade des Hauses Hortensienstraße 10 erinnert heute an den einstigen Bewohner.

         

Im Namen des Förderkreises 1813 Wartenburg e.V. legte Wolfgang Kunze im August 2014 am Wohnhaus einen Kranz nieder.
In diesen Tagen jährt sich das gescheiterte Attentat auf Hitler und die danach erfolgten Hinrichtungen zahlreicher Angehöriger des Widerstandes zum 72. Mal.
 

Wer tiefere Einblicke über den Widerstand in der Zeit des Faschismus von 1933-45 gewinnen möchte, dem sei empfohlen, die ständige Ausstellung „Deutscher Widerstand“ im Berliner Bendlerblock oder die Gedenkstätte Plötzensee zu besuchen.

           

           

Quellen:  Titelbild und Texte – Wikipedia

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